Montag, 8. März 2010

Natur pur mitten in der Megacity

5.3.

Heute bummeln wir ein bisschen durch Ikebukuro. Oder war es Higashi Ikebukuro? wie dem auch sei der Stadtteil ist jedenfalls etwas überschaubarer als die meisten andern, denn hier findet man viele kleine Grundstücke und jede menge Ruhe ^^ eine willkommene Abwechslung von dem sonst so lauten Großstadtlärm.

Trotzdem denkt man erst einmal, dass es hier genauso wie in Shinjuku, Asakusa etc., wenn man aus dem Bahnhof kommt. Zugegeben, man muss schon etwas laufen um in die ruhigeren Gebiete zu kommen. In der Stadt ist mir etwas versteckt die Universität für soziale Wohlfahrt aufgefallen (für einen Soziologen natürlich gut zu wissen dass es auch so etwas gibt)

Schon Interessant, wenn man bedenkt dass soziale wohlfahrt in Japan ja nicht gerade groß geeschrieben wird. Meist kümmern sich nicht kommerzielle oder regierungsexterne Organisationen z.B. um die Versorgung von Obdachlosen oder anderen sozial Benachteiligten.
dazu habe ich hier übrigens ein schönes Kontrastbild:

links ein Obdachloser und rechts(ich hoffe man kanns erkennen) ein roter Sportwagen. Da sieht man mal wieder, dass die Schere zwischen arm und reich in Tokyo nach wie vor präsent ist.

Nun gut aber weiter im Text: als wir unsere Vorräte im Kombini aufgestockt haben machten wir uns langssam auf den Weg. eigentlich wollte noch eine Freundin von Yvo mitkommen aber die hatte aus gesundheitlichen gründen leider absagen müssen.
Unser Reiseführer meinte, dass es in der Nähe viele Tempel und Schreine geben soll. Es dauerte auch nicht lange da hatten wir schon den ersten Schrein entdeckt.

wenn ich mich recht errinere dann war das der Ôtori jinja, ein ziemlich kleiner aber nicht gerade unbedeutender Schrein. Auf dem gelände waren Fotos von einem Schreinfest zu sehen, das unweit vom Bahnhof stattgefunden und viele Besucher angezogen hat.
weiter ging der Rundgang an einigen der edlen Grundstücke vorbei.

Nächstes Ziel war eigentlich der hiesige Friedhof, der sich auch ganz in der nähe befinden sollte. Diesmal waren die kleinen Straßen und wege allerdings etwas verwirrend und es hat eine Zeit lang gedauert, bis wir ihn gefunden hatten. Das machte aber gar nichts, weil das schöne Wetter rund die tolle Gegend unsere Laune erheblich angehoben hat ^^ Außerdem gab es wie gesagt jede menge Natur und Pflanzen zu sehen. Aus Platzgründen werde ich die Fotos davon alle mal nach ganz unten verlegen ;)

Nach einer kleinen Irrfahrt sind wir dann aber an unser Ziel gekommen. Auch wenn es erst so aussah, als wenn wir nur einen kleinen unbedeutenden Friedhof gefundn hätten. Im Laufe der Zeithat der große Friedhof daher ein paar kleine Ableger bekommen, die rundherum verteilt sind.
Ja und dann kreuzten wir noch den weg von einem Shiba-inu :D

Ich liebe diese typisch japanischen, fuchsähnlichen Knuddelhunde x3 der Kollege hier scheint trotz der Wärme immer noch eine Decke gebraucht zu haben. dabei dachte ich immer dass das Dicke Fell unheimlich Wärmen müsste.
Dann jedenfalls auf dem Friedhof:

Mal wieder ein Augenschmaus für unsere Yvo. Auch hier findet man nicht nur japanische Gräber sondern auch Gräber von westlichen überwiegend geistlichen Personen. Da ist es schwer zu sagen, welcher friedhof einem besser gefällt, der Aoyama Friedhof oder dieser hier.
Nach einer kleinen Mittagspause kehrten wir zurück zum Bahnhof um uns Orientierung zu verschaffen. von da aus führten dann zum Glück Infoschilder zum nächsten großen Tempel, den wir nach einem etwas längeren Fußmarsch dann auch fanden.

Sehr interessant hierbei ist auch, dass Aspekte aus dem Shintoismus und dem Buddhismus gleichzeitig in einer Tempelanlage auftraten. Neben buddhaStatuen und einer 2-stöckigen Pagode gab es auch Tori-Tore und Abbildungen von Kami zu sehen.
Die Koexistenz von Shintô und Buddhismus scheint also gut zu funktionieren.





Das Eingangstor war, wie man auf dem letzten Bild erkennen kann, volgeklebt mit Sutren (Ich denke jedenfalls, dass das Sutren sein müssten) die sehen auf ersten Blick ein bisschen aus wie Schnipsel die jemand aus einer Zeitung geschnitten und da aufgeklebt hat. BTW: Sutren sind eine Art Bannzettel, die zum Beispiel böse Geister fern halten oder bestimmte energieen hemmen sollen.



Nach einem Besichtigungsrundgang setzten wir uns noch ein bisschen auf die Bank
und genießten die letzten Sonnenstraheln des Tages. zeitgleich dachten wir an unsere armen Deutschen, die sich wahrscheinlich immer noch den hintern abfrieren im eisigen Deutschland xD Tja Leute also wir hatten hier 21°C am Tag und ihr? =D

Abends sind wir dann nochmal mit Yudai und seiner Verlobten, Chisato, fein Essen gegangen ^^ Diesmal aber in Shibuya unweit vom Bahnhof entfernt. Ähnlich wie beim letzten mal Gab es auch in diesem Restaurant, was uns Yudai mal wieder freundlicherweise empfohlen hat, jede menge Kleinkram zu essen, von dem jeder dann immer mal probieren konnte.





Kommentar zum ersten Bild: Das sieht zwar verdammt nach Bouletten/Frikadellen/Klopse (<-- sucht euch das aus was ihr versteht xD) aus sind aber gebratene Nigiri. Ich weiß nicht was die den Reisklumpen noch angetan haben außer sie in der Pfanne zu brutzeln aber die haben unheimlich gut geschmeckt *__* Ab jetzt werde ich auf jeden Fall immer hellhörig wenn ich irgendwo Yakinigiri lese xD

Kommentar zum letzten Bild: Nein das ist leider kein Jack Daniel's on the rocks ^^' sondern Pflaumenwein. Muss eine ganz spezielle Sorte gewesen sein denn er hatte einen etwas penetranten Nachgeschmack. Aber trotzdem auch nicht schlecht mal sowas zu trinken ^^
War zwar etwas laut der Laden, was erschwert hat sich zu unterhalten, aber das hattee auch wieder seinen ganz eigenen charme ^^ und die Mädchen fanden die Kellner scheinbar unheimlich niedlich xD Also alles in allen ein guter Laden ^^. Sorry der Name ist mir iwie abhanden gekommen... stand auf irgendeiner Broschüre drauf.

Danach haben wir noch zusammen Purikura gemacht um uns an die gemeinsame zeit mit Yudai zurückzu errinern und haben noch das tolle Taiko Spiel gezockt xD

Tja und dann hieße es Abschied nehmen :'( So schnell werd ich die beiden wohl nicht mehr zu gesicht bekommen. Aber es war auf jeden Fall super toll mal wieder wasmit Yudai zu unternehmen und ich hoffe dass wir das im nächsten Jahr oder irgendwann anders dann wiederholen können ^^


so und jetzt noch das ganze Grünzeg xD







Als nächstes kommt dann mein Aufenthalt in Niigata x3

Freitag, 5. März 2010

Mein nächster Eintrag...

... kommt erst am Sonntag.
Übers Wochenede bin ich nämlich zu einer sehr guten Freundin von mir, Harumi, nach Nîgata eingeladen worden, um einem Konzert, bei dem sie mitspielt, beizuwohnen. Darauf freue ich mich schon super mega doll, weil ich auch noch 2 andere Freundinnen (Hisako und Mihoko) in Nîgata und auf dem Weg dorthin treffen werde, mit denen ich extrem tolle Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit in Berlin teile.

eigentlich hätte ich auch schon über denheutigen Tag wieder eine Menge schreiben können, aber es ist hier schon wieder fast 1 uhr nachts und ich darf den Shinkansen morgen um punkt 9:10 Uhr nicht verpassen >__<
Und den kann man echt ziemlich leicht verpassen, wenn man bedenkt wie schnell der ist:

Wer dennoch interesse hat zu erfahren was heute los war kann sich ja die Blogs von Katha und/oder Yvo durchlesen.

Bis denn dann!
いってきます!

Donnerstag, 4. März 2010

Shopping und Pokémon

4.3.
Der gestrige Tag war recht ereignislos. Wir waren in Akihabara Shoppen und ich habe endlich mein elektronisches Wörterbuch ^^ Und zwar eins von Casio Ex-word, sogar für einen sehr annehmbaren Preis + Zubehör.
Da auch gerade Mädchentag und Hina-matsuri(Puppenfest) war hatten viele Läden Sonderangebote.
Den RestdesTages haben wir größtenteils unserer Forschungsarbeit gewidmet und imWohnheim noch ein bisschen japanisches Fernsehen gesehen,wasnatürlich immer wieder sehr amüsant ist ^^

Heute waren wir hingegen wieder in Minato Mirai um das Pokémoncenter (einen Fanshop für Pokémon) einen Besuch abzustatten.

Seine Pokémon kann man hier leide rnicht heilen (;P) aber dafür gibtshier alles was das Pokéfanherz höher schlagen lässt. Anhänger,Plüdvhfiguren, Schreibutensilien, Süßigkeiten undnatürlich die Spiele und passende Gerätschaften dafür.
fotos waren mal wieder strengstens verboten aber ich hab mal von draußen versucht ein foto zu machen um einen kleinen eindruck von dem Angebot dort zu vermitteln:

Gleich gegenüber lag auch der Jump-shop einem Fanladen für die berühmten Kultmanga der Weekly Jump, die jede Woche neu herauskommt. Außerdem waren wir noch imHardrock Cafe, das heute netterweise doch mal auf hatte ;)
Es gab also mal wieder jede menge Möglichkeiten um sinnlos Geld auszugeben xD

Später sind wir dann noch gemeinsam mit Kaoruko zur Hauptbibliothek Yokohama gegangen. Über 5 Etagen gibt es hier eine unmenge an interessanter Literatur über fast jedes Fachgebiet. eine gute Möglichkeit um Informationen für Fprschungsarbeiten zu sammeln und um elektronische Wörterbücher zu testen xD
Da man beim Lesen relativ schnell die Zeit vergisst, waren wir auch erst um ca. 18 Uhr wieder raus aus der Bibliothek und machten uns auf den Heimweg.

Morgen gehtts wieder zu einigen Tempeln und abends treffen wir uns nochmal mit Yudai und ein paar andern Leuten ^^

...und nicht vergessen: Schnappt sie euch alle!

Audienz bei den Minamoto

2.3.
Endlich haben wir mal die Zeit gefunden einen etwas kulturelleren Ort aufzusuchen.
Heute sind wir gemeinsam mit Kaoruko, Mio, und Kaho (die nebenbei gesagt heute Geburtstag hat)in Kamakura unterwegs, der Hauptstadt des ersten Shôgunats der Minamoto.

Kamakura ist eine Kleinstadt in der Präfektur Kanagwa, in der es von Tempeln und Schreinen nur so wimmelt. Außerdem ist der Ort im Sommer sehr interessant für Surfer, da er direkt am Meer liegt und viele Sandstrände aufweist.

Natürlich ist es unmöglich bei so einer Fülle an Sehenswürdigkeiten alles an einem Tag zu sehen, weshalb wir uns "nur" die wichtigsten Ziele vorgenommen haben. Den Tsurugaoka Hachiman-gū, den Hasedera und den großen Guddha vom Kôtoku-in.

Der Weg zum Tsurugaoka Hachiman-gū Schrein führte uns wieder einmal an einigen Kirschbäumen vorbei.

Eine lange Allee, die vom Meer bis ins Zentrum Kamakuras führt, weist den weg zum Tsurugaoka Hachiman-gū und lädt zum Bummeln und Spazieren ein. Jedoch können viele der Sakura erst in ein paar Wochen bewundert werden, obwohl auch schon ein paar spezielle sorten der Kirschbäume blühen.

Der Schrein ist auf mehreren Ebenen eines Hügels erbaut und bietet viel Platz für Schreinfeste und sonstige Versammlungen. Priesterinnen und Mönche kreuzen einem den Weg und es werden natürlich auch hier Glücksbringer und Orakellose verkauft. Der Hauptschrein und alle Nebengebäude sind sehr farbenfroh und werden ständig in Schuss gehalten, damit sie nichts von ihren Glanz zu verlieren. Außerdem leben viele Tauben dort und scheinen die Gebäude regelrecht zu besetzen ^^

Weiter ging es in eine Einkaufspassage, wo es unter anderem einen Totoro-Shop und jede Menge Süßigkeiten- und Souvenirläden gibt.
Später sind wir dann sogar noch auf einen deutschen Wurstladen gestoßen. Da staunten wir natürlich nicht schlecht, als sich herausstellte, dass der Verkäufer dort sogar ein bisschen deutsch sprach ^^ tja unverhofft kommt eben doch oft. Aber das sollte bei weitem nicht der letzte Laden mit Deutschlandbezug sein, den wir auf unserer Reise zu Gesicht bekommen sollten.

Nach einer Mittagspause und Geschenkeübergabe an Kaho ging es dann weiter zum Hase Kan'on-Tempel. Der liegt auf der anderen Seite der Stadt, wodurch wir in den Genuss kamen mit der örtlichen Straßenbaahn zu fahren, welche sehr viel nostalgischen Charme versprühte.

Da die Bahn an relativ vielen Stationen anhielt, kam man so ein bisschen ins Grübeln ob man Kamakura noch als Kleinstadt bezeichnen konnte. Dennoch ist die Stadt gebäudemäßig nicht so erdrückend großs wie zum Beispiel Tokyo und es ist angenehmer, wenn man nicht andauernd auf ameisenähnliche Menschenmassen stößt.

Nicht weit von der Straßenbahnhaltestelle entfernt wartete auch schon der Tempel auf uns.

Der Tempelbereich kommt einer Gartenanlage gleich. es gibt viele Fischteiche, verschiedene Pflanzenarten mit Benennungsschildern und wilde Tiere. Besonders vor den Falken sollte man sich hierbei in acht nehmen, denn die stehen laut den Schildern in Verruf ahnungslosen Besuchern das Mittagessen zu stehlen. Aber das vögel in Japan kleptomanisch veranlagt sind habe ich ja schon am eigenen Leib erfahren dürfen ;P



einige weitere Besonderheiten des Tempels sind die "Jizô-Armee", eine Ansammlung von Jizô-Statuen, die die Seelen verstorbener Kinder scützen sollen, eine Höhle, die ein paar weitere buddhistische Statuen beinhaltet und eine große Aussichtsebene, von der aus man einen guten Blick auf die Stadt und den Strand hat.



Unseren letzten Stop machten wir dann beim großen Buddha (Daibutsu), dem Wahrzeichen der Stadt Kamakura.

Der 13,35m hohe Bronzebuddha war ursprünglich mal das Kernstück des Haupttempelgebäudes. Bei mehreren Unwettern wurden die Gebäude und Überdahcungen, die den buddha umgaben jedoch komplett zerstört. Der Buddha selbst hingegen blieb unversehrt. Souveniershops zieren auch hier den Weg zum Tempel und gegen ein kleines Entgeld von 20 Yen kann man den Buddha sogar von Innen ansehen, was aber meiner Meinung nach nur mäßig spektakulär ist.
Nach ein paar Fotos ging es dann aber auch schon wieder nach Hause, da der heimweg auch etwas länger war.

Abendswarenwir dann noch mit einer Kommilitonin zusammen Curry essen undhaben beim Karaoke mall wieder einige Liedchen geträllert. ^^

Montag, 1. März 2010

Kalorienbombenanschlag und Karaokeabend

Morgen in der Früh habe ich mich kurz über die Umgebung gewundert. Yvo und ich waren ja immer noch bei Kaoruko wegen Homestay ^^
halb 9... zwar verdammt früh aber relativ gut ausgeschlafen haben wir noch zusammen mit Kaorus mama und ihr gefrühstückt. es gab unter anderem Omlett, Reis, Gemüse, Miso Suppe und Umeboshi als kleine Spezialität dazu ^^ Umeboshi ist verdammt sauer also vorsicht wenn ihr mal auf sowas stoßt. Sieht eigentlich wie eine eingelegte Pflaume aus aber ist wirklich sauer.
da sich Yvo um 11 mit einer Freundin aus Shizuoka verabredet hatte, konnten wir auch gar nicht mehr so lange bleiben. Netterweise hat uns ihre Mama noch zum Bahnhof gefahren, wo wir ihr auch noch zum Dank ein paar Hallorenkugeln überreicht hatten. ^^

Yvo machte sich also auf nach Shibuya und ich erstmal zurück zum Wohnheim, wo ich mich noch kurz ausruhte. Am Nachmittag hieß es dann aber wieder auf auf und ab nach Jiyûgaoka mit Katha, Juliane und unseren Attendants (Shohei, Yûsuke und Mio)

Der Ort ist ein Paradies für alle die Süßigketen mögen. Überall sieht man Stände und Läden die Torten, Kekse, Bonbons usw. verkaufen. Leider muss man dafür auch ganz schön ins Portemoné greifen (wie bei so vielen anderen Sachen auch) aber wenn man schonmal hier ist dann kann man sich das auch mal gönnen.
Das einzige Problem, das dabei auftritt, ist dass man beiso einer riesen Auswahl an bunten Leckereien am liebsten alles mal probieren möchte aber das geht ja leider nicht...

Den niedrigen Temperaturen zum Trotz setzten wir uns auf die Terasse mit unserem Süßkram.

Ich hatte mir ein Stück Melonen-Tiramisutorte und Schokoladenkuchen.
Besonders Katha war aufgrund des reichlichen Angebots an Erdbeertorten und -säften sichtlich glücklich ^^


Abends haben wir uns noch spontan entschieden zum Karaoke zu gehen. Zwar dauerte es eine Weile, bis wir mal an die Reihe kamen in den Laden, den wir uns ausgesucht haben, aber das ist natürlich kein wunder, wenn man bedenkt, dass Karaoke für fast jeden Japaner die Lieblingsfreizeitbeschäftigung Nummer eins ist.



glücklicherweise war ich schon in Berlin mit einigen japanischen Freunden oft in der Karaokebar und kann ein paar bekannte japanische Songs auch einigermaßen gut mitsingen, was unsere japanischen begleiter auch sichtlich begeistert hat ^^ Aber mein Repertoir an allseits bekannten Schlagersongs war schnell erschöpft und ich musste dann doch wieder auf meinen J-Pop zurückgreifen ^^' Aber auch in diesem Genre gibt es einige Songs die sich größerer Bekanntheit erfreuen als andere und so konnten wir auch einen etwas moderneren Song zusammen singen.
Einen besonders fröhlichen song, den sich Shohei und Yûsuke ausgesucht haben, habe ich mal als video aufgenommen:


Eigentlich hatte ich mir noch ein paar songs ausgesucht aber die Zeit war mal wieder total gegen uns >__> deshalb haen wir als krönenden abschluss noch alle zusammen das Lied 99 luftbalons von Nena gesungen. und ich muss sagen die Japaner waren gar nicht mal so schlecht ^^ der Deutschunterricht an der Keio scheint also zu fruchten xD



so und heute (1.3.) war mal ausnahmsweise ein Ruhetag, wo wir uns größtenteils um unsere Feldarbeit und andere Sachen gekümmert haben, deshalb gibt es da nicht viel zu berichten.

Morgen gehts dann aber nach Kamakura zumgroßen Buddha und zum Kôtokuin x3

Nationalmuseum, Ueno Zoo und Homestay bei Kaoruko

27.2. = Ein Tag mit vielen Vorhaben.
Heute führt uns unser Weg in den Stadtteil Ueno bekannt für seine Parks Alleen, Museen und natürlich dem Ueno Zoo.

Da wir uns Verhältnismäßig spät getroffen haben mit unseren 3 Attendants heute, haben wir die Mittagspause vor allen anderen Aktivitäten gestellt. Ich hatte meine Wahl schon morgens auf Ramen gelegt und genau das hab ich mir dann auch bestellt x3

genau so schön bunt hatte ich mir das auch vorgestellt ^^ Heute was aus sogar so billig, dass ich den ganzen Tag fast nur mit 2000 Yen ausgekommen bin. Wobei der Homestay bei einer unserer begleiterinnen, Kaoruko, den sie uns gestern vorgeschlagen hatte, auch nicht ganz unschuld daran war, dass ich sehr sparsam sein konnte ^^

Nachh dem Essen war unser nächstes Ziel das Nationalmuseum Tokyo. Auf dem Weg dahin konnten wir schon einige Sakura blühen sehen.

Aber bis zur vollen Blüte dauert es noch einige Zeit, leider...
Der Ueno Park ist außerdem dafür bekannt, dass es viele Obdachlose hierher zieht, die sich meist mit ihren blauen Zelten dort niederlassen. Ab und zu stellen auch einige NGO's ihre Lager dort auf um Nahrungsmittel an die Obdachlosen zu verteilen. NGO bedeutet None-Gouvernmental-Organisation, diese Sorgen unter anderem für sozial benachteiligte Menschen und Umweltschutz. Immer da wo das japanische Sozialnetz zu große Lücken aufweist versuchen NGOs quasi diese etwas zu füllen.

Hinter einem großen Versammlungsplatz im Ueno-Park, der heute für einen Wochenmarkt genutzt wurde, fanden wir dann das Museum. Einige Privilegierte Studenten von ausgewählten Hochschulen haben hier sogar freien Eintritt. Aber auch andere Studenten können zumindest gegen vorzeigen des Studentenausweises ermäßigt Eintritt erhalten.

Das Musem besteht aus drei großen Ausstellungshäusern, die nicht nur Fundstücke aus Japan sondern auch aus China, Korea, Indien und sogar Europa beherbergen.
Wie das im Museum nun mal so ist galt auch hier in sämtlichen Häusern ein dickes 撮影禁止 = Fotoverbot, deshlb kann ich hier keine Fotos von tollen Ausstellungsgegenständen zeigen. Aber so viel sei gesagt, wer sich für geschichte allgemein, alte Kimonos, Waffen, Rüstungen, Puppen, Trennwände und Schriftstücke interessiert, der ist hier genau richtig!
Eigentlich hatten wir nicht viel Zeit um uns alles anzusehen, da Juliane erst später zu uns gestoßen ist, um mit uns noch in den Zoo zu gehen. Trotzdem konnten wir eine menge Sachen im japanischen Ausstellungshaus sehen.


Also gleich weiter zum Zoo, wo wir ca. 15:30 Uhr ankamen, was ein bisschen ungünstig war, wenn man bedenkt dass der Zoo um 16 uhr dicht macht. Am Ende hatten wir zwar noch bis 17 Uhr Zeit aber es war trotzdem schon eine kleine Hetzjagd durch das Königreich der Tiere.

Von den Elefanten haben wir deshalb shcon nicht mehr allzu viel gesehen. Sie waren schon in ihrem Häuschen. trotzdem gab es noch eine sehr informative Tafel, die den genauen anatomischen Aufbau eines Elefanten zeigte xD

Leider sah es bei vielen anderen Tiergehegen nicht anders aus. Nach einem langen tag mit vielen neugierigen Blicken brauchen unsere animalischen Freunde halt auch ihre wohlverdiente Auszeit. Einige Zoobewohner die noch zu sehen waren, schienen jedoch nicht genug davon bekommen zu können.

Diese Seelöwen hatten so eine tolle Pose drauf, dass man sie für echte Fotomodelle halten könnte. Vielleicht wollten sie sich aber auch einfach nur Sonnen ^^ Was jedoch angesichts der starken Bewölkung an dem Tag nicht ganz so viel Sinn gemacht hätte ^^'
Weitere Tiere die noch zu sehen waren, waren unter anderem Pinguine, Tapire, Kraniche (und andere Vogelarten) und Affen (Nihonzaru).




Letztere kann man in einigen Teieln Japans aber auch außerhalb von Gitterstäben umzäunten Terretorien sehen. Aber die sind nicht immer so nett wie die Zoobewohner, da sie manchmal von Passanten das Mittagessen klauen oder andere Dummheiten anstellen. Das machen auch noch andere Tiere in japan aber dazu komme ich gleich noch.
Neben echten Tieren gibt es auch einige "Fakes" im Zoo.

Diesr Papierkranichschwarm ist uns unweit vom Eingang aufgefallen. Das hat mich ein bisschen an Hiroshima errinert, wo es auch im Memorial Park Anhäufungen der bekanntesten Origamifigur zu sehen gab, in Andenken an das Mädchen Sadako, dessen Überlebenskampf aufgrund der Spätfolgen des Atombombenabwurfs über Hiroshima welteit bekannt wurde und das selbst viele der Papierkraniche gefaltet hatte.

Wieder raus aus dem Zoo kamen wir dann an dem bunten Crepesstand nahe des Ausganges nicht vorbei x3

meine Wahlviel auf einen Schoko- Bananencrrepe mit Kekszusatz. Yummie!
Aber da gabs noch jemand anderen der Appetit auf die leckere Süßigkeit hatte und der war genau so wild wie alles andere, was wir zuvor im zoo gesehen haben, auch wenn er weniger Berührungsängste kannte.

Allein schon die Tatsache, dass man diesen Kollegen hier von so Nahem fotografieren konnte hätte mich eigentlich schon stutzig machen müssen. Gleich als ich meinen Crepe bekommen hatte kam auch nicht viel später dieser Vogel im Sturzflug an und hat versucht ihn mir zu mopsen! O_o Damit hab ich ja mal gar nicht gerechnet und danach natürlich doppelt und dreifach aufgepasst dass ers nicht nochmal versucht. Da fühlt man sich ja wie bei Hitchcocks "Die Vögel" wenn die Viehcher sich sowas trauen.


Abends waren wir dann bei Kaoruko (im Bild ganz links zu sehen) eingeladen und Yvo und ich durften sogar dort übernachten.
Zwar war die Familie diesmal nicht gaaanz so traditionell wie die von Chiharu aber trotzdem gab es wieder viele neue Dinge zu sehen. unter anderem natürlich einen Familienaltar auf dem Bilder von den verstorbenen Großeltern standen, einem Kotatsu (eine Art Kuhle die erwärmt und mit einem tiscch überdeckt wird, woran man sich wärmen kann) und jeder Menge japanischem Essen mal wieder ^^

Endlich gab es auch mal Sushi und Nabe (eine Art japanischer Eintopf)zu essen ^^ und auch noch alles selbstgemacht, was natürlich viel besser noch ist als das, was man in so vielen Sushibars und Restaurants bekommt. Also ich denke so langsam haben wir alles durch, was die japanische Küche so zu bieten hat ^^
Haustiere hat Kaoruko auch, unter anderem Pecko ihr Hund, der sich immer mal zu uns an den Tisch geselt hat (Wahrscheinlich in der Hoffnung etwas vom Essen abzubekommen xD)

Schlafanzug sollten wir keinen mitnehmen da wir das unglaubliche Privileg hatten in Yukata (Sommer/Schlafkimonos) zu schlafen x3 Außerdemhaben wir noch den Anime "Tonari no Totoro" gesehen und den Plan für den nächsten Tag besprochen.

als nächstes gehts dann nach jiyûgaoka zum Süßkram-futtern x3