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Montag, 1. März 2010

Kalorienbombenanschlag und Karaokeabend

Morgen in der Früh habe ich mich kurz über die Umgebung gewundert. Yvo und ich waren ja immer noch bei Kaoruko wegen Homestay ^^
halb 9... zwar verdammt früh aber relativ gut ausgeschlafen haben wir noch zusammen mit Kaorus mama und ihr gefrühstückt. es gab unter anderem Omlett, Reis, Gemüse, Miso Suppe und Umeboshi als kleine Spezialität dazu ^^ Umeboshi ist verdammt sauer also vorsicht wenn ihr mal auf sowas stoßt. Sieht eigentlich wie eine eingelegte Pflaume aus aber ist wirklich sauer.
da sich Yvo um 11 mit einer Freundin aus Shizuoka verabredet hatte, konnten wir auch gar nicht mehr so lange bleiben. Netterweise hat uns ihre Mama noch zum Bahnhof gefahren, wo wir ihr auch noch zum Dank ein paar Hallorenkugeln überreicht hatten. ^^

Yvo machte sich also auf nach Shibuya und ich erstmal zurück zum Wohnheim, wo ich mich noch kurz ausruhte. Am Nachmittag hieß es dann aber wieder auf auf und ab nach Jiyûgaoka mit Katha, Juliane und unseren Attendants (Shohei, Yûsuke und Mio)

Der Ort ist ein Paradies für alle die Süßigketen mögen. Überall sieht man Stände und Läden die Torten, Kekse, Bonbons usw. verkaufen. Leider muss man dafür auch ganz schön ins Portemoné greifen (wie bei so vielen anderen Sachen auch) aber wenn man schonmal hier ist dann kann man sich das auch mal gönnen.
Das einzige Problem, das dabei auftritt, ist dass man beiso einer riesen Auswahl an bunten Leckereien am liebsten alles mal probieren möchte aber das geht ja leider nicht...

Den niedrigen Temperaturen zum Trotz setzten wir uns auf die Terasse mit unserem Süßkram.

Ich hatte mir ein Stück Melonen-Tiramisutorte und Schokoladenkuchen.
Besonders Katha war aufgrund des reichlichen Angebots an Erdbeertorten und -säften sichtlich glücklich ^^


Abends haben wir uns noch spontan entschieden zum Karaoke zu gehen. Zwar dauerte es eine Weile, bis wir mal an die Reihe kamen in den Laden, den wir uns ausgesucht haben, aber das ist natürlich kein wunder, wenn man bedenkt, dass Karaoke für fast jeden Japaner die Lieblingsfreizeitbeschäftigung Nummer eins ist.



glücklicherweise war ich schon in Berlin mit einigen japanischen Freunden oft in der Karaokebar und kann ein paar bekannte japanische Songs auch einigermaßen gut mitsingen, was unsere japanischen begleiter auch sichtlich begeistert hat ^^ Aber mein Repertoir an allseits bekannten Schlagersongs war schnell erschöpft und ich musste dann doch wieder auf meinen J-Pop zurückgreifen ^^' Aber auch in diesem Genre gibt es einige Songs die sich größerer Bekanntheit erfreuen als andere und so konnten wir auch einen etwas moderneren Song zusammen singen.
Einen besonders fröhlichen song, den sich Shohei und Yûsuke ausgesucht haben, habe ich mal als video aufgenommen:


Eigentlich hatte ich mir noch ein paar songs ausgesucht aber die Zeit war mal wieder total gegen uns >__> deshalb haen wir als krönenden abschluss noch alle zusammen das Lied 99 luftbalons von Nena gesungen. und ich muss sagen die Japaner waren gar nicht mal so schlecht ^^ der Deutschunterricht an der Keio scheint also zu fruchten xD



so und heute (1.3.) war mal ausnahmsweise ein Ruhetag, wo wir uns größtenteils um unsere Feldarbeit und andere Sachen gekümmert haben, deshalb gibt es da nicht viel zu berichten.

Morgen gehts dann aber nach Kamakura zumgroßen Buddha und zum Kôtokuin x3

Nationalmuseum, Ueno Zoo und Homestay bei Kaoruko

27.2. = Ein Tag mit vielen Vorhaben.
Heute führt uns unser Weg in den Stadtteil Ueno bekannt für seine Parks Alleen, Museen und natürlich dem Ueno Zoo.

Da wir uns Verhältnismäßig spät getroffen haben mit unseren 3 Attendants heute, haben wir die Mittagspause vor allen anderen Aktivitäten gestellt. Ich hatte meine Wahl schon morgens auf Ramen gelegt und genau das hab ich mir dann auch bestellt x3

genau so schön bunt hatte ich mir das auch vorgestellt ^^ Heute was aus sogar so billig, dass ich den ganzen Tag fast nur mit 2000 Yen ausgekommen bin. Wobei der Homestay bei einer unserer begleiterinnen, Kaoruko, den sie uns gestern vorgeschlagen hatte, auch nicht ganz unschuld daran war, dass ich sehr sparsam sein konnte ^^

Nachh dem Essen war unser nächstes Ziel das Nationalmuseum Tokyo. Auf dem Weg dahin konnten wir schon einige Sakura blühen sehen.

Aber bis zur vollen Blüte dauert es noch einige Zeit, leider...
Der Ueno Park ist außerdem dafür bekannt, dass es viele Obdachlose hierher zieht, die sich meist mit ihren blauen Zelten dort niederlassen. Ab und zu stellen auch einige NGO's ihre Lager dort auf um Nahrungsmittel an die Obdachlosen zu verteilen. NGO bedeutet None-Gouvernmental-Organisation, diese Sorgen unter anderem für sozial benachteiligte Menschen und Umweltschutz. Immer da wo das japanische Sozialnetz zu große Lücken aufweist versuchen NGOs quasi diese etwas zu füllen.

Hinter einem großen Versammlungsplatz im Ueno-Park, der heute für einen Wochenmarkt genutzt wurde, fanden wir dann das Museum. Einige Privilegierte Studenten von ausgewählten Hochschulen haben hier sogar freien Eintritt. Aber auch andere Studenten können zumindest gegen vorzeigen des Studentenausweises ermäßigt Eintritt erhalten.

Das Musem besteht aus drei großen Ausstellungshäusern, die nicht nur Fundstücke aus Japan sondern auch aus China, Korea, Indien und sogar Europa beherbergen.
Wie das im Museum nun mal so ist galt auch hier in sämtlichen Häusern ein dickes 撮影禁止 = Fotoverbot, deshlb kann ich hier keine Fotos von tollen Ausstellungsgegenständen zeigen. Aber so viel sei gesagt, wer sich für geschichte allgemein, alte Kimonos, Waffen, Rüstungen, Puppen, Trennwände und Schriftstücke interessiert, der ist hier genau richtig!
Eigentlich hatten wir nicht viel Zeit um uns alles anzusehen, da Juliane erst später zu uns gestoßen ist, um mit uns noch in den Zoo zu gehen. Trotzdem konnten wir eine menge Sachen im japanischen Ausstellungshaus sehen.


Also gleich weiter zum Zoo, wo wir ca. 15:30 Uhr ankamen, was ein bisschen ungünstig war, wenn man bedenkt dass der Zoo um 16 uhr dicht macht. Am Ende hatten wir zwar noch bis 17 Uhr Zeit aber es war trotzdem schon eine kleine Hetzjagd durch das Königreich der Tiere.

Von den Elefanten haben wir deshalb shcon nicht mehr allzu viel gesehen. Sie waren schon in ihrem Häuschen. trotzdem gab es noch eine sehr informative Tafel, die den genauen anatomischen Aufbau eines Elefanten zeigte xD

Leider sah es bei vielen anderen Tiergehegen nicht anders aus. Nach einem langen tag mit vielen neugierigen Blicken brauchen unsere animalischen Freunde halt auch ihre wohlverdiente Auszeit. Einige Zoobewohner die noch zu sehen waren, schienen jedoch nicht genug davon bekommen zu können.

Diese Seelöwen hatten so eine tolle Pose drauf, dass man sie für echte Fotomodelle halten könnte. Vielleicht wollten sie sich aber auch einfach nur Sonnen ^^ Was jedoch angesichts der starken Bewölkung an dem Tag nicht ganz so viel Sinn gemacht hätte ^^'
Weitere Tiere die noch zu sehen waren, waren unter anderem Pinguine, Tapire, Kraniche (und andere Vogelarten) und Affen (Nihonzaru).




Letztere kann man in einigen Teieln Japans aber auch außerhalb von Gitterstäben umzäunten Terretorien sehen. Aber die sind nicht immer so nett wie die Zoobewohner, da sie manchmal von Passanten das Mittagessen klauen oder andere Dummheiten anstellen. Das machen auch noch andere Tiere in japan aber dazu komme ich gleich noch.
Neben echten Tieren gibt es auch einige "Fakes" im Zoo.

Diesr Papierkranichschwarm ist uns unweit vom Eingang aufgefallen. Das hat mich ein bisschen an Hiroshima errinert, wo es auch im Memorial Park Anhäufungen der bekanntesten Origamifigur zu sehen gab, in Andenken an das Mädchen Sadako, dessen Überlebenskampf aufgrund der Spätfolgen des Atombombenabwurfs über Hiroshima welteit bekannt wurde und das selbst viele der Papierkraniche gefaltet hatte.

Wieder raus aus dem Zoo kamen wir dann an dem bunten Crepesstand nahe des Ausganges nicht vorbei x3

meine Wahlviel auf einen Schoko- Bananencrrepe mit Kekszusatz. Yummie!
Aber da gabs noch jemand anderen der Appetit auf die leckere Süßigkeit hatte und der war genau so wild wie alles andere, was wir zuvor im zoo gesehen haben, auch wenn er weniger Berührungsängste kannte.

Allein schon die Tatsache, dass man diesen Kollegen hier von so Nahem fotografieren konnte hätte mich eigentlich schon stutzig machen müssen. Gleich als ich meinen Crepe bekommen hatte kam auch nicht viel später dieser Vogel im Sturzflug an und hat versucht ihn mir zu mopsen! O_o Damit hab ich ja mal gar nicht gerechnet und danach natürlich doppelt und dreifach aufgepasst dass ers nicht nochmal versucht. Da fühlt man sich ja wie bei Hitchcocks "Die Vögel" wenn die Viehcher sich sowas trauen.


Abends waren wir dann bei Kaoruko (im Bild ganz links zu sehen) eingeladen und Yvo und ich durften sogar dort übernachten.
Zwar war die Familie diesmal nicht gaaanz so traditionell wie die von Chiharu aber trotzdem gab es wieder viele neue Dinge zu sehen. unter anderem natürlich einen Familienaltar auf dem Bilder von den verstorbenen Großeltern standen, einem Kotatsu (eine Art Kuhle die erwärmt und mit einem tiscch überdeckt wird, woran man sich wärmen kann) und jeder Menge japanischem Essen mal wieder ^^

Endlich gab es auch mal Sushi und Nabe (eine Art japanischer Eintopf)zu essen ^^ und auch noch alles selbstgemacht, was natürlich viel besser noch ist als das, was man in so vielen Sushibars und Restaurants bekommt. Also ich denke so langsam haben wir alles durch, was die japanische Küche so zu bieten hat ^^
Haustiere hat Kaoruko auch, unter anderem Pecko ihr Hund, der sich immer mal zu uns an den Tisch geselt hat (Wahrscheinlich in der Hoffnung etwas vom Essen abzubekommen xD)

Schlafanzug sollten wir keinen mitnehmen da wir das unglaubliche Privileg hatten in Yukata (Sommer/Schlafkimonos) zu schlafen x3 Außerdemhaben wir noch den Anime "Tonari no Totoro" gesehen und den Plan für den nächsten Tag besprochen.

als nächstes gehts dann nach jiyûgaoka zum Süßkram-futtern x3

Mittwoch, 24. Februar 2010

Gebalter Kulturboom im 2 1/2 Stunden Homestay

Da bin ich wieder und habe unglaubliche Neuigkeiten! Naja vielleicht nicht sooo unglaublich aber für mich war es doch schon eine äußerst einschlagende Erfahrung.

Erst einmal sorry, dass es gestern keinen Eintrag gab. Aber ehrlich gesagt ist auch nicht so viel Erwähnenswertees passiert.
Geplant war ja eigentlich Yasukuni-Schrein und Kaiserpalast. Aber da wir fälschlicherweise Annahmen, dass noch eine Kommilitonin von uns an diesem Tag ankommen sollte haben wir den Tag in Shibuya verbracht. Yvo hatte eine Kugel von ihrem Piercing verloren, und nachdem wir uns bei äußerst alternativ aussehenden Passanten nach dem Weg zum nächsten Piercingstudio erkundigt hatten, führte uns unser Weg wie gesagt nach Shibuya. Wenn man schon fast eine Woche in Tokyo unterwegs ist dann merkt man schon gar nicht mehr an welchen Orten die meisten Menschen unterwegs sind. Aber in Shibuya, wo die Leute kreuz und quer über die große Kreuzung vor dem Bahnhof laufen wird einem nochmal so richtig klar, wie viele leute doch täglich in Tokyo unterwegs sein müssen. Nebenbei bemerkt, denke ich dass diese Kreuzung auch diejeenige ist, die man in so vielen Dokumentationen und filmen sieht, denn bisher ist mir noch keine weitere Kreuzung aufgefallen wo die Leute auch diagonal über die Straße gehen können.
Wie dem auch sei nach einigen Minuten verzweifelten Suchens und weiterer Befragung von Leuten die unserer Meinung nach wissen können wo ein Piercingstudio ist, haben wir den Laden endlich gefunden. Aber wie sollte es anders sein... leider war der zu ^^'
Also sind wir zurück zum nach Hause, aber unsere Komillitonin war noch nicht da.
erst später stellte sich heraus dass sie erst einen tag später kommt.

Heut sind wir gemeinsam mit Shinobu und Shizuka am Minato Mirai spazieren gegangen und haben dann unser verlorenes Schäfchen dann endlich am Bahnhof Yokohama abgeholt ^^
abends habe ichnoch Katha zum Bahnhof Shinjuku begleitet, wo sie sich mit ihrer Tandempartnerin Chiharu treffen wollte. Eigentlich sollte ich ihr nur noch den Rückweg aufmalen und zurück nach Hause fahren aber netterweise hat mich Chiharu auch noch eingeladen mitzukommen. Nicht viel später stellte sich heraus, dass sich das alls sehr gute Entscheidung entpuppen würde.
chiharu wohnt zusammen mit ihrerer Mutter, kleinen Schwester, Oma, opa,Tante, Onkel ihren Cousinen etc etc xD in einem der ältesten noch erhaltenen Bukeya (Samuraihäuser) die es in Tokyo noch gibt

Allein wenn man schon durch so einen traditionellen Eingangsbereich hindurchgeht die mit alten Laternen verziert sind und durch die Pflanzen im Vorgarten auch sehr edel wirkt, wird einem schon klar, dass es sich hierbei um etwas ganz besonderes handeln muss.
Kaum an der Türschwelle angekommen und die Schuhe ausgezogen wurden wir auch schon von fast der ganzen Familie mit einem herzlichen "Willkommen" (also das deutsche wort!) begrüßt. Es ist wirklich erstaunlich, dass nicht nur Chiharus Mama sondern auch die Oma und Tante etwas deutsch sprechen. Alle waren bereits in deutschland, sogar meherer male, und ahben da scheinbar positive Erfahrungen mit einigen Deutschen gemacht, was auch der Beweggrund war für Chiharu mit Deutschlernen anzufangen.
Als wir das Wohnzimmer betraten, fanden wir einen reich gedeckten Tisch mit allerlei Essen und Getränke vor. Selbst 2 Stühle waren schon für uns aufgestellt, was ich sehr interessant fand, wenn man bedenkt dass ich eigentlich gar nicht eingeplant war als zweiter Gast ^^'
Die Familie war sehr interessiert an Deutschland aufgrund ihrer Erlebnisse dort, weshalb wir von allen seiten mit Fragen beschossen wurden xD
da waren wir auf jedenfall ziemlich platt. So viel Gastfreundschaft auf einen haufen sind wirbis dato gar nicht gewohnt gewesen, selbst für japanische Verhältnisse. zu erst war die Zurückhaltung deshalb auch sehr groß. Vorallem auch angessichts der Menge der Familienmitglieder, die nach und nach mal in den Raum spazierten und sich vorstellten, und des prunkvoll geschmückten Esszimmers, wodurch man sich gleich zurück in die Edo Zeit katapultiert gefühlt hat. Dementsrpechend wollten wir unsere Gastgeber auch nicht enttäuschen und haben so gut wie alles mitgemacht und versucht keine Fehler zu machen (wobei sie uns das mit Sicherheit verziehen hätten)

hier ein Foto von chiharu und einer ihrer Cousinen, Ami-chan (Sie hat noch eine Zwillingsschwester, die genau so aussieht wie sie aber in der Auffregung haben wir total vergessen nnach ihren Namen zu fragen.)
Gerade auch die Tatsache, dass so viele Familienmitglieder unter einem Dache wohnen lässt darauf schließen, dass es sich hier umeine sehr traditionstreue Familie handeln muss. In der Edo-Zeit (1603-1868) waren Familien, aufgrund des Ie-Systems, dass in der Zeit vorherrschend war, fast alle so beschaffen. Im Ie-System gibt es eine starke familiäre bindung und jedes Mitglied hat seinen Platz und seine Aufgaben. DerMann ist zum Beispiel Herr des Hauses und dafür verantwortlich den Familiennamen und Familienberuf fortzuführen.
Natürlich ist dieses Familie schon etwas moderner, trotzdem hatman als Japanologe Respekt vor solchen Menschen, wenn man diesen Gedanken im Hinterkopf hat.

Hier ein Bild von der Mama, dem Opa und auf seinem Schoß die kleine Ami-chan.
Sehr auffällig an der Familie ist auch, dass wirklich jedes Familienmitglied (bis auf ein paar kleine Ausnahmen) wirklich supergut drauf war, wodurch es auch meist ziemlich laut war.Aber davor hatte uns Chiharu auf der Hinfahrt ja schon gewarnt. ^^
in Wirklichkeit finde ich aaber gerade das super toll an der ganzen Familie, weil es zeigt dass sie sehr gesprächig und weltoffen sind.
Als wir uns dann irgendwann erstmal beruhigt haben und das Eis zu schmelzen begann kamen wir auch recht schnell ins Gespräch über die Erfahrungen der Familie mit Deutschlandund den Deutschen selbst, welche bis zum Urgroßvater zurückgeht, der schon in Deutschland Medizin studiert hat. Nebenbei gab es zu natürlich jede menge leckeres Essen wie Curry Reis, Salat, gebratenes am Speiß und ein paar Meeresfrüchte.

Bald schon stellte sich natürlich auch wieder einmal die Frage, was denn zwei junge duetsche studenten animiert Japanisch zu lernen. Standardantwort: Wir finden die Kultur toll xD
Das mussten wir auch schon nicht wieter ausführen, da ist die Mama schnell ins Nebenzimmer gewetzt und hat Chiharus kimono für offizielle Anlässe geholte. eine kleine modenschau gab es dann natürlich auch:

Bei so einer Farbenpracht bekommt man ganz schöne Stielaugen. ich hatte zwar schon einige schöne Kimonos in natura gesehen aber der hier ist schon ein wirkliches Prachtstück. Man beachte die langen Ärmel und die Fächer, die darauf zu erkennen sind.
So und jetzt könnt ihr euch mal vorstellen wie sich jemand fühlt der schon seit Ewigkeiten selbst einen Kimono haben will und auf einmal die Chance bekommt einen waschechten japanischen Kimono angezogen zu bekommen mitObi und allem drum und dran. Derjenige strahlt dann dochbestimmt wie ein Atomkraftwerk oder? ^^ und genau so sah Katha aus als Chiharu ihr anbot ihren Kimono von ihrer Mama Katha anzuziehen.

Nach einer langen Prozedur der Ankleidung konnte sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. Der Kimono passte wie angegossenund Katha hat obendrein noch hunderte von Komplimenten geerntet, wie gut der Kimono ihr doch steht. Und dem kann ich mich nur anschließen. ^^
aber als wäre das noch nicht genug kam die Tante auch noch auf die Idee ihre alte Shamisen aus dem Schrank zu kramen, kurz einzusstimmen und uns ein Liedchen vorzuspielen.

Das einzige was diese Situation noch perfekter hätte machen können wäre gewesen wenn Chiharu und ihre Schwester Hanae zusammen einen Buyo Tanz im klassischen Outfit aufgeführt hätten, was sie als Kinder mal gelernt hatten.
Die Oma hat uns dann noch etwas über die Geschichte des Hauses erzählt. Scheinbar ist es ein sehr altes Bukeya noch aus der Edo Zeit, dass die zahlreichen Grundstücksreformen und Bombenagriffe des zweiten Weltkriegs so gut überstanden hat, dass fast alles noch in seinem ursprünglichen Zusstand erhalten geblieben ist. Außerdem ist es eines der einzigen Häuser in Tokyo, das wirklich noch im traditionellen Stil eines Samuraihauses gebaut ist.
Ein berühmter Maler (dessen Name unseren Gastgebern leider entfallen war) hat sogar ein Gemälde von dem Haus angefertigt, das anschließend in einem Lehrbuch für Grundschüler erschienen ist unter der Kathegorie "Alltagsleben in von damals und heute". Jetzt könnt ihr euch natürlich vorstellen dass wir bei solchen Informationen überhaupt nicht mehr aus dem Staunen rausgekommen sind und uns andauernd selbst gefragt haben, womit ausgerechnet wir die Ehre verdeint haben Gäste in so einem Haus zu sein. x__x
Der Abend wurde länger und länger, was unsere Gastgeber aber nicht davon abhielt weiter von ihrem Leben zu erzählen und uns fragen über unseres zu stellen. Nur Chiharus kleine Schwester Hanae schien ein bisschen ängstlich und gab nur selten ein paar Töne von sich. ich glaube sogra sie war ein bisschen fasziniert von mir und deshalb so leise. Aber warum eigentlich? So eindrucksvolle Sachen hab ich ja nun auch nicht von mir erzählt xDD

Ahso und da bald Hinamatsuri (Puppentag) und Mädchentag (3.3.) in Japan ist gab es im Haus auch superschöne Puppen zu bewundern.

Das einzige was jetzt noch gefehlt hätte wäre eine alte Samurairüstung in einer Vetrine oder auf einem Ständer und dazu vielleicht ein paat Katana. Tatsächlich möchte ich meinen einen Helm oder ein helmähnliches Teil gesehen zu haben, dass durchaus ein Stück einer solchen Rüstung hätte gewesen sein können. Leiderbin ich nicht auf den Gedanken zu kommen danach zu fragen. War wahrscheinlich eine komplette Gedankensperre ausgelöst von dieser schier grenzenlosen Faszination von der ganzen Atmosphäre dort xD

Naja auf jedenfall gab es dann noch einige Errinerungsfotos wie zum Beispiel das hier:

Aber irgendwas hieß es dann doch für uns "Ab nach Hause". Wie zu erwarten war wollten unsere Gastgeber uns gar nicht gehen lassen und wollten sich vergewissernn, dass wir auch ja wiederkommen und uns immer schön bei ihnen melden xD Dann haben wir noch gegenseitig Geschenke ausgetauscht und wurden von Chiharu noch zum Bahnhof geleitet, während aus weiter Ferrne noch die Rufe der Mama "Banzai!" zu hören waren ^^

Der nach hause Weg war dann noch gepflastert mit lauter "Oh mein Gott, ich kanns nicht glauben wie toll das war" und ähnlichen Sätzen xD

Das heute noch so ein unglaublicher Eindruck von unserem Japanaufenthalt entstehen würde hätte ich nicht gedacht als ich heute morgen verschlafen aus den Federn geklettert bin ^^

Hoffentlich geht es so weiter und wir treffen die netten Leute noch einmal bevor wir wieder nach hause fahren x3